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Bundesfamilienministerin zu Gast beim Neujahrsempfang der MIT und 100. Mitglied der MIT Wiesbaden

Vereinbarkeit von Kinderbetreuung sowie Pflege und Beruf nur mit der Wirtschaft möglich
"Vereinbarkeit von Familie und Beruf heißt in Zukunft noch viel häufiger: Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Hier gilt es große und kleine Unternehmen mit ins Boot zu holen", appellierte Kristina Köhler an die anwesenden Unternehmer. Auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung in Wiesbaden und Hessen stellte Köhler ihre wichtigsten Ziele und Projekte ihrer gerade begonnenen Amtszeit als Bundesfamilienministerin vor. Ihr Leitgedanke für die nächsten Jahre sei es, Familien "Zeit für Verantwortung" zu ermöglichen. Die rund 120 Teilnehmern von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Wiesbaden und Hessen bereiteten Köhler einen herzlichen Empfang im tief verschneiten Wiesbaden. "Es tut gut, nach vielen Terminen in meiner neuen Funktion wieder in so viele vertraute Gesichter zu blicken", dankte Köhler Torsten Tollebeek, dem Vorsitzender der MIT-Wiesbaden, für die Einladung.

Zu Neujahrsempfängen gehören neben Ausblicken auch Bilanzen und eine Rückschau. Daher blickte Köhler noch einmal auf den letzten Bundestagswahlkampf. Sie bedankte sich ganz herzlich bei allen Wahlkämpfern und Unterstützern, die sie bei Wahlkampfterminen begleitet, Briefe und Flyer verteilt hätten, oder durch persönliche Aktionen dazu beigetragen hätten, ihre Botschaften und Ziele zu verbreiten. Durch diese gemeinsame Anstrengung habe sie das Direktmandat erringen können. "Wir sind also alle zusammen Ministerin geworden", resümierte Köhler.

Kristina Köhler stellte den zahlreichen Mitgliedern und Gästen der MIT Wiesbaden und Hessen beim Neujahrsempfang ihre politischen Ziele vor.
Ihre zukünftige Familienpolitik stellte Köhler unter das Motto "Zeit für Verantwortung". Das umfasse zum Beispiel den Ausbau der Kinderbetreuung, bei der Wiesbaden vorbildlich arbeite, oder zwei zusätzliche Vätermonate, wofür Sie die Unterstützung und Zusammenarbeit mit den Unternehmen brauche. Die Kooperation der Wirtschaft brauche die Politik auch bei der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Da die meisten Pflegebedürftigen von ihren Familienangehörigen gepflegt würden - und dies im Schnitt acht Jahre lang - , müssten alle Partner gemeinsam an Modellen arbeiten, wie es künftig Berufstätigen besser möglich wird, diese Aufgabe zu übernehmen.

Familienpolitische Leistungen seien eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Sie stärkten aber auch den Wirtschaftsstandort Deutschland. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen seien schon heute ein wichtiger Faktor, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten – auch in Wiesbaden und dem Rhein-Main-Gebiet, so Köhler.

Edwin Balzter, MIT-Landesvorsitzender aus Fulda, sieht in der Förderung des Mittelstandes eine wichtige Möglichkeit, das Vertrauen der Menschen in die Wirtschaft wieder zu stärken. Die soziale Marktwirtschaft müsse wieder "wetterfest" gemacht werden. Das könne nur gelingen, wenn alle den "Gürtel enger schnallen" würden, so Balzter.
 

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